Stellungnahme des IK-Trier zu den Vorgängen am Rande des Ökumenischen Kirchentages in Berlin

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„Ihr sollt ein Segen sein“, heißt das Motto des ersten ökumenischen Kirchentages in Berlin!

Der Initiativkreis Trier in der Aktionsgemeinschaft Katholischer Laien und Priester, Mitglied im Forum Deutscher Katholiken, bedauert zutiefst, dass ein in unserer Diözese
tätiger Priester der Diözese Graz-Seckau, der in Saarbrücken lebende emeritierte Theologieprofessor Gotthold Hasenhüttl, in einer evangelischen Kirche in Berlin am Rande
des Kirchentages zum Zwecke der undifferenzierten Teilnahme aller am Empfang der Eucharistie eine Messe gegen das ausdrückliche Verbot des Papstes und der Bischöfe
zelebriert hat.

War das ein Segen?

Die Kirche folgt einem Herrn, von dem es in der Hl. Schrift heißt, „obwohl er der Sohn war, hat er durch Leiden den Gehorsam gelernt“ und „er war gehorsam bis zum Tod“.

Glauben denn die Initiatoren und Handelnden des Ereignisses in Berlin wirklich, dass sich Ökumene mit der Brechstange verwirklichen lässt?

Kann aus einem solchen Akt des Ungehorsams und der Aufgabe der Solidarität mit der Weltkirche Segen entstehen?

Eine Ökumene, die im Ungehorsam erzwungen werden soll, verdient den Namen Ökumene nicht. Dass zu diesem Gewaltakt Christus als der Einladende bezeichnet wird, empfinden wir als schamlos.

Der Initiativkreis Tier möchte sich voll Hoffnung und guten Mutes den zahllosen evangelischen Schwestern und Brüdern zuwenden, denen es nicht aus eigenem Stolz heraus um die ,Teilnahme an der Macht` geht, sondern um den einen Herrn Jesus Christus.

Mit ihnen wollen wir der Weisung Mariens folgen: „Was er euch sagt, das tut!“ (Joh.2,5).
So werden wir gemeinsam wirklich ein Segen sein.

Dr. Michael Schneider – Flagmeyer

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