Hörerreaktion an den ORF

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Der “Österreichische Rundfunk” ORF hatte im Februar 2004 den umstrittenen “song.null.vier” der Gruppe “5 In Love” zur Ausscheidung zum österreichischen Song-Contest zugelassen. In diesem Song heißt es (ins Deutsche übersetzt): “In der Kirche sagt man, Frauen müssen gehorchen und ihren Leib hinlegen. Aber wenn der Papst schwanger würde, könntet ihr am nächsten Tag überall Männerkliniken in der Stadt sehen.” (kath.net vom 25.2.04)

Die beiden Vorsitzenden des IK Trier haben folgende Briefe an die Leitung des ORF geschrieben.

1)
Sehr geehrter Herr Tim Lange,

obwohl ich kein Bürger Ihres Landes bin, erlaube ich mir eine Stellungnahme zu dem oben genannten Song, da der ORF ja auch in weiten Teilen Deutschlands gesehen und gehört wird.
Seit der Niederlage des „real existierenden Sozialismus“ haben einige Medien die katholische Kirche als den Hauptfeind ausgemacht offensichtlich, weil unsere Kirche keine Kirche der Beliebigkeit ist und der Lebensweise widerspricht, dass alles erlaubt ist, was gefällt.
Deshalb glauben offensichtlich einige Medienmacher, sich an unserer Kirche jederzeit die Schuhe abputzen zu können und zwar auch deshalb, weil katholische Christen nicht wie andere religiös Gebundene Bomben werfen und Gewalt anwenden.
Aber mit uns ist noch zu rechnen. Als Staatsbürger und Wähler werden wir uns nun verstärkt politisch auch europaweit dafür einsetzen müssen, dass auch wir und unsere Kirche in einem demokratischen Gemeinwesen einen Anspruch auf Respekt haben.

Mir freundlichem Gruß
Dr. Michael Schneider-Flagmeyer

2)
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit protestiere ich gegen die Zulassung des oben genannten Liedes zum österreichischen Song – Contest. Die widerliche antikatholische und menschenverachtende Polemik des Liedes ist unerträglich und eine Beleidigung aller Christen.

Hätten die ORF-Verantwortlichen auch den „Mut“, ein Lied zuzulassen, das sich gegen den jüdischen oder muslimischen Glauben richtet? Wenn es um die katholische Kirche geht, dann ist offensichtlich alles erlaubt. Sie sollten sich schämen.

Mit nur der Höflichkeit wegen freundlichem Gruß aus Trier
Dr. med. Stefan Schilling

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